Vestische Vokalsolisten, moderiertes Konzert
"Spanisches Liederspiel /Brahms' Liebeslieder op. 52"

Künstlerzeche Unser Fritz 2/3
Eintritt 10 EUR
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Am Samstag, 20.03.2010 ab 20 Uhr

Vestische Vokalsolisten

Spanisches Liederspiel.

Ein Cyclus von Gesängen aus dem Spanischen für mehrere Singstimmen (Sopran, Alt, Tenor & Bass) mit Begleitung des Pianoforte von Robert Alexander Schumann. Op. 74. Robert Schumanns eigenste Erfindung ist das Liederspiel: ein- und

mehrstimmige Gesänge, verbunden durch ein poetisches Thema, werden zu einer Art kleiner Oper ohne Handlung mit Klavierbegleitung. Schumann meinte dazu: „Das Liederspiel ist in der Form etwas Originelles (glaub ich), das Ganze vom heitersten Effekt.“Anlässlich des zweihundertsten Geburtstages des Komponisten steht das Spanische Liederspiel, entstanden nach einer Übersetzung spanischer Volkslieder im Zentrum des Abends. Das selten in seiner Gänze aufgeführte Werk besteht aus Quartetten, Duetten und Solostücken, und beschreibt eine Liebesgeschichte vom schüchternen Beginn bis hin zum großen Glücksempfinden.

Brahms' Liebeslieder op. 52

schildern in heiterster Laune die vorehelichen Freuden der Liebe. Die Textgrundlage für diesen Zyklus von 18 Miniaturen bildet Georg Friedrich Daumers Polydora, eine Sammlung freier Übertragungen polnischer, russischer und ungarischer Volksdichtungen, die von vielfältigen erotischen Verlockungen erzählen. Nur hin und wieder mischt sich ein (leicht ironischer) Unwille in den volksnahen Grundton dieser Lieder - etwa in "Nein, es ist nicht auszukommen" (Nr. 11), in dem sich ein unbekannter polnischer Volksdichter darüber ärgert, dass sein Liebeswerben von (missgünstigen?) Beobachtern ständig falsch gedeutet wird.Diese Sammlung ist eine lockere Folge von Liebesliedern auf lyrisch-schwelgende, heiter-ironische, aber auch energisch-bestimmte Texte, über die der Komponist selbst urteilte: „Übrigens möchte ich doch riskieren, ein Esel zu heissen, wenn unsere Liebeslieder nicht einigen Leuten Freude machen.“

Die 18 Liebeslieder-Walzer entstanden im Sommer 1868. Vor der Veröffentlichung des Werkes im folgenden Jahr kam es zu einem Streit zwischen Brahms und seinem Verleger Simrock über die Besetzung des Werks: Simrock fügte dem Titel eigenmächtig die Bezeichnung „mit Gesang ad libitum“ zu, um größere Käuferschichten anzusprechen. Brahms stimmte widerwillig zu, beharrte aber darauf, die Gesangsstimmen mit zu veröffentlichen und eine reine Klavierausgabe erst später folgen zu lassen. Brahms erstellte später folgerichtig eine eigene Fassung für Klavier zu vier Händen ohne Gesang (op. 52a), die in vielen Details von den Klavierparts der gesungenen Ausgabe abweicht. Für die Gesangsparts hatte Brahms

ursprünglich ausdrücklich eine Besetzung mit Solostimmen vorgesehen, und er wandte sich zunächst strikt gegen chorische Aufführungen. Später änderte er seine Meinung in diesem Punkt möglicherweise, da er eine chorische Aufführung als „musterhaft“ lobte.
Zu hören sein wird die Fassung für Solostimmen und Klavier.


Ausführende:
Quartett der Vestischen Vokalsolisten
Nadine Jordan, Sopran
Carola Göbel, Alt
Stefan Kuhlich, Tenor
Christoph Lahme, Bass

begleitet von Friedrich Storfinger, Klavier

Künstlerische Gesamtleitung: Detlef K. Zywietz

Kostenbeitrag: 10 €