Foto: Hartmut Witte

Biograpie
Friederich Werthmann  
1927 geboren in Barmen
1942-44 besucht das Gymnasium in Barmen und Weimar
1944-45 Soldat und Gefangenschaft
1945-48 besucht weiter das Gymnasium in Barmen
1948 verlässt das Gymnasium, um ausschließlich künstlerisch zu arbeiten
1948 Wander- und Orientierungsreisen in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich. In dieser Zeit zahlreiche Begegnungen, die die Entscheidung für den künstlerischen Weg festigen
1949 arbeitet in Wuppertal als Maurer, um finanziell unabhängig zu sein;
gleichzeitig entstehen figurative Skulpturen aus Holz und Stein
1950 legt die Gesellenprüfung als Maurer ab
1952-56 es entstehen Skulpturen in der Art von Arp und Brancusi, die ihm damals noch unbekannt sind
1954 begegnet Jean-Pierre Wilhelm, lernt durch ihn u.a. Arp, Brancusi, Moore, Paul Celan kennen. Er erkennt, daß er sich in seiner Arbeit auf bereits begangenen Wegen bewegt
1955 vom Jahre 1955 an entwickelt Werthmann in unregelmässigen Abständen neue abstrakte „Themen“, die er in den nachfolgenden Jahren durchvariiert. Hier ist im folgenden jeweils deren erstes Erscheinen angegeben

1955 Trigone, Trigonenartige Reliefs (Trigon Düren, WVZ 6)
1956 Heirat mit Heide Sauer, Werthmann lebt und arbeitet jetzt in Düsseldorf-Kaiserswerth
1956 Tripoden (Triplets, WVZ 216 - Elipsodrom I, WVZ 131)
Übergang zu Transitionen mit Traumsegeln und Ikariden zwischen 1963 und 1973
Transitionen (Tajüc, WVZ 303 - King Lear, WVZ 155)
1958 Geburt der Tochter Friederike
1958 Strukturen (An Piero della Francesca, WVZ 31 - Gewinn der Mitte, WVZ 35)
1959 Sphären, Ballungen, Entelechien (Ballung I,WVZ 56 - Big Ball, WVZ 335)
1960-65 Werthmann lehnt mehrere Lehraufträge ab, macht jedoch 1962 ein Experiment mit einem Semester an der Kunst-Akademie in Kassel, wo er die Metall-Klasse aufbaut, die er aber nach kurzer Zeit wegen übermächtiger Bürokratie und Intrigen verlässt
1960 Kulminierende Sphären, Spiralen (Sphère culminante, WVZ 94 - Von Kassel bis Oktober, WVZ 117)
Wände, Wand-Lungen, Doppelreliefs, Demisphären (Vüng in Dü,WVZ 332 -
Da Noi, WVZ 253)
1962 im Sommersemester Lehrauftrag an der Kunstakademie Kassel
Frau und Tochter verunglücken tödlich
1963 Heirat mit der Fotografin Maren Heyne
1964 Kapseln, Diabolos (De Groote Bosch, WVZ 192)
Reliefs als Umkehrung der Kapselform (Segmente, Interferenzen, Demisphären)
1965 Vibrierende Gruppierungen (Sette Sorelle, WVZ 347 - Knoervel, WVZ 344 -
Fifo, WVZ 277)
1968-77 lebt und arbeitet in San Nazzaro, Tessin, behält aber sein Atelier in Düsseldorf-Kaiserswerth bei und überlässt es Freunden und Kollegen.
1974-75 Schmale, unendlich hohe Plastiken (Steile Naht, WVZ 377, Horizontenteiler)
1975 Dynas - erste mit Dynamit gestaltete Arbeiten (Steelhenge, WVZ 450 -
Schach-Patt, WVZ 488 - Dyna-Vinci, WVZ 94 - Gibigianna, WVZ 501)
1978 lebt und arbeitet jetzt wieder mehrheitlich in Düsseldorf-Kaiserswerth, behält sein Atelier in San Nazzaro aber bei
1979 die Firma Thyssen, Düsseldorf, schenkt dem Vorsitzenden des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, Hua Guo-Feng, das Relief „Split“ (WVZ 350), das zum besseren Verständnis „Naht zwischen Kultur und Technik“ umbenannt wird
ab
1987
neben den Dynamisierungen jetzt wieder ausschließlich geschweißte Arbeiten,
neuerliche vibrierende Gruppierungen aus Stäben und Knoten, die Werkgruppe „Parallelogramme“
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