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Ewerdt Hilgemann / Friederich Werthmann Implosion & Explosion 17. Mai - 08. Juni 2008 |
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| Biographie Ewerdt Hilgemann | |||
| Biographie Friederich Werthmann | |||
| Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 17. Mai 2008 um 17.00 Uhr. ... Ewerdt Hilgemann begann 1984 mit sogenannten „Implosionen“ von geometrischen Hohlkörpern. Seine kubischen Edelstahlobjekte werden mittels einer Vakuumpumpe (manchmal auch durch das Entleeren des mit Wasser gefüllten Hohlraumes) langsam luftleer gepumpt und dabei durch den äußeren Luftdruck zusammengedrückt. Dabei bleibt die Außenhülle in ihrer glänzenden Perfektion erhalten und erweckt beim Betrachter optische und analytische Irritation : Die Objekte sind zerbeult ohne Spuren einer Außeneinwirkung, wobei sich deutlich vermittelt, dass hier eine enorme Kraft gewirkt haben muss. Das implodierte Endwerk repräsentiert das Zufallsprodukt eines physikalischen Vorganges und thematisiert gleichzeitig Schönheit und Einzigartigkeit des geometrisch Unperfekten. Die verbogenen Objekte vermitteln beeindruckende Präsens und besitzen im Gegensatz zu ihrer Urform enorme ästhetische Ausdruckskraft. Hilgemanns monumentale Prototypen bestehen aus sorgfältig verarbeitetem, stabilem Edelstahl. Ihre sich in sich selbst vollziehende Transformation ist kein plötzliches Geschehen, sondern eine kraftvolle, langsame Metamorphose. Dabei ist der Vorgang der Implosion kein Happening, sondern ein schöpferischer Akt, der sich im fertigen Kunstwerk sichtbar manifestiert. ... ( Textauszug - Text von Eva Müller-Remmert ) ... Werthmann hat immer betont, kein Künstler des Informel zu sein, weil „all meinen Arbeiten ein Konzept zugrunde liegt“. Auch wenn dieses Konzept den Zufall nie ganz ausschließt, leiten sich die Kunstwerke doch alle von dem Willen des Künstlers her, die formalen Möglichkeiten der Materie durch eine dynamische Bearbeitung auszudrücken und die Kunstwerke bewusst und gesteuert zu schaffen, und nicht, wie es den informellen Freunden vorschwebte, den Kreativitätsprozess dem Unterbewusstsein und dem Zufall zu überlassen. (Textauszug aus „Entelechien: Über die Plastiken von Friederich Werthmann“ von Dr. Uwe Rüth, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl)
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