Austauschausstellung BBK Düsseldorf
06. September - 21. September 2008

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Vom Rhein zum Kanal

WAZ Herne, 04.09.2008, Von Falko Herlemann

Neun Düsseldorfer Künstler sind mit ihren Werken zu Gast in der Künstlerzeche Unser Fritz.Parallel dazu stellt die Ateliergemeinschaft in der Landeshauptstadt aus

Zur Ausstellung "Parallel", die am Samstag (6.) in der Künstlerzeche Unser Fritz eröffnet wird, gehören auch die Arbeiten der Düsseldorfer Künstlerin Sigrid van Sierenberg. Das Bild zeigt sie vor ihrem Werk mit dem Titel "Schuhabdrücke". Foto: WAZ, Abawi

AUSSTELLUNGENNeun Künstlerinnen und Künstler aus Düsseldorf sind ab Samstag mit ihren Arbeiten zu Gast in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3. Parallel dazu werden acht Kunstschaffende aus Herne in Düsseldorf ihre Arbeiten zeigen. "Wir suchen immer Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen aus anderen Städten", sagt Gitta Witzke von der Künstlerzeche. Die neun Düsseldorfer sind alle Mitglieder des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK), einem bundesweiten Zusammenschluss von professionellen Künstlerinnen und Künstlern. "Alle Mitglieder wurden eingeladen, sich für das Projekt zu bewerben. Dann hat eine Jury neun von uns ausgewählt", erzählt Irmgard Kramer, eine der Ausstellenden.

Die Ausstellung zeigt einen weiten Überblick verschiedener künstlerischer Techniken und Stile. Von der klassischen Malerei über Objekte und Materialarbeiten hin bis zu experimenteller Fotografie. Kommt man in den Ausstellungsraum, fällt sofort das sechs Meter lange, beinahe wandfüllende Bild von Erhard Löblein auf. Er hat sich ein Vorbild an der berühmten Abendmal-Darstellungen Leonardo da Vincis genommen. Die um Jesus gescharrten Jünger sind hier alle Selbstportraits des Künstlers.

Hanne Horn zeigt eine Fotoinstallation aus drei Stelen, die an Litfasssäulen erinnern. Hier mischen sich collagenhaft Fotos und Reste von Zeitungen. Fotografien von Details sind das Ausgangsmaterial von Boris Kalinski, die er bearbeitet und zu nur noch durch die Farbe wirkenden Bildern macht. Die Arbeiten in der Ausstellung kennen keinen gemeinsamen roten Faden. Aber sie sind im Ausstellungsraum so arrangiert, dass sie viel Rücksicht auf die Werke der anderen nehmen. Es ist keine spektakuläre Ausstellung, aber ein gelungenes Miteinander von neun künstlerischen Positionen.