Brigitte Kraemer, 1954 in Hamm in Westfalen geboren, lebt und arbeitet als freie Fotografin im Ruhrgebiet. Von 1976 bis 1982 studierte sie Fotografie und Grafik-Design an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen bei Angela Neuke und Willy Fleckhaus.

Ihre Fotoreportagen sind genaue Beobachtungen des Alltäglichen, nicht jedoch des Banalen. Brigitte Kraemer legt offen, was den Menschen wichtig ist und wie sie leben. Wünsche und Träume kommen ans Licht, Lebensumstände und Hintergründe werden begreifbar. Ihre Sozialreportagen erzählen sensibel und voller Respekt von Menschen und ihrem Umfeld.

Doch Brigitte Kraemer hat Humor und zwar den jener Art, die einerseits hintergründig und feinfühlig genug ist, um sich nicht vom allzu Menschlichen zu distanzieren, aber dennoch bissig genug, um mit leichtem Spott vorgefundene Szenerien als Situationskomödien und Realsatire zu enttarnen.

Brigitte Kraemers Arbeiten wurden in Museen und Galerien Deutschlands, unter anderem in Berlin, Hamburg, München, im Rheinland und Ruhrgebiet sowie in England, Luxemburg, Spanien und USA ausgestellt. Brigitte Kraemer lehrte Bildjournalismus an der Gesamthochschule Essen.

Ihre fotografische Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt Brigitte Kraemer 2005 für die Stern-Reportage "Auf ein neues Leben" den Lead Award in Silber sowie Gold für das "Foto des Jahres 2004". Für herausragende fotografische Leistungen war sie 2005 nominiert für den Henri-Nannen-Preis.

Im Klartext Verlag erschienen ihr Fotobildband über das Leben von Migranten im Ruhrgebiet "so nah, so fern" und eine Dokumentation über kriegsverletzte Kinder im Friedensdorf Oberhausen "Friedensengel" und "Am Kanal", eine ungeschminkt, komisch, skurril, romantisch, verträumte Liebeserklärung an das Ruhrgebiet und seine Menschen.