Ausstellungseröffnung am Samstag, den 03.03.2007 um 17.00 Uhr

Am Sonntag, den 25. 03. haben Sie die Möglichkeit, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen ( 15.00 bis 17.00 Uhr).

Die eigentliche Arbeit des Künstlers ist sinnlich nicht erfahrbar. Er entwickelt Konzepte, die sich in digitalem Speicher zu selbstorganisierenden Prozessen entfalten. Bestehend aus einer Vielzahl an autonomen Mustern, die sich durch Interaktion und Kommunikation wandeln und verändern, ergibt sich aus einer in sich geschlossenen digitalen Definition über die Möglichkeit der Veränderung durch sich selbst ein autonomes Realitätskonstrukt, das existiert ohne wahrnehmbar zu sein.
Um es erfahrbar zu machen, wird dem formlosen und entsprechend des Manifestationsmediums eindimensionalen Prozess durch eine graphische Projektionsmatrix ein sichtbares Spektrum hinzugefügt. Dieses ist als graphische Analogie zu betrachten, die den Prozess entsprechend seines Zustands zu einer graphischen Ereigniswolke formt.
Der Prozess ist keine Singularität, sondern eine Definition von Realität, die sich bei jeder Initialisierung anders entfaltet. Unabhängig von äusseren Einflüssen ist das sich ergebende Ereignis von Anfang bis Ende eine einzige Kausalkette, in der alles untrennbar zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst. Die Videoarbeiten von Kay Malek sind Blicke in die Vergangenheit. Sie beschreiben Ereignisse, die sich durch den Prozess als Gesamtheit seiner autonomen Muster durch deren Entscheidungsfreiheit innerhalb der Definition ihrer Existenz ergeben.
Jede Manifestation eines autonomen Realitätskonstrukts ist einmalig und nicht wiederholbar, da eine einzige Entscheidung eines einzigen Musters ausreicht, ein in der Folge völlig anderes Realitätskonstrukt hervorzubringen. Durch den freien Lauf der Dinge basierend auf definierten Möglichkeiten und die Dualität von Ursprung und Erscheinung unterscheidet sich das Konzept der autonomen Realität grundlegend von virtueller Realität, die nur Simulation einer möglichen Realität sein kann.


1975 geboren in Essen
1996-2002 Architekturstudium FH Bochum

Ausstellungen:
2002 Speyk, Bochum
2003 Museum Bochum
Ehemalige Urinieranstalt am Deutschen Bergbaumuseum
2004 Allianz AG, Bochum
Kunsthafen Dortmund
KunstZweiDrei, Bochum
2005 Galerie Neunter Stein, Bochum
KunstZweiDrei, Bochum
KunstQuadrate 05, Zeche Zollverein Essen
FZW Dortmund
Kunstverein Dortmund
2006 Museum Bochum
Conzelmann Smeets, Düsseldorf
Nagomitei Gallery, Yokohama
KunstZweiDrei, Bochum