Ausstellungseröffnung am Samstag, 3. Februar 2007 um 17 Uhr

GÜNTER DOHR
Der künstlerische Ansatz von Günter Dohr beruht grundsätzlich auf der Beschäftigung mit dem Licht. Hierbei geht es Dohr aber nicht um die Erscheinungsform des Lichts im physikalischen Sinne - wie zb. bei Luther -, sondern immer um das spannungsvolle und sich jeweils neu konkretisierende malerische Verhältnis von Licht, Farbe und Wahrnehmung. Dohrs künstlerischer Ansatz kreist somit um die Herkunft des Lichtes aus der Farbe. Dies deutet vielleicht schon an, das es sich um eine künstlerische Position handelt, die nicht mit den modischen Trends einer konsumierenden Wahrnehmung einhergeht, sondern dem Betrachter eine Arbeit des Sehens, des Wahrnehmens abverlangt. Deutlich wird dies im direkten gegenüber zu den Bildern und den malerischen Lichtobjekten, da das menschliche Auge nur schwer im Stande ist die Ganzheit des Spektrums an Tiefe, Farbigkeit, Licht, Schatten und Struktur in Dohrs Bildern und Objekten zu erkennen. Der Betrachter - wenn er sich denn darauf einlässt - beginnt zu entdecken, immer wieder aufs Neue, da im gleichen Augenblick des Erkennens das Auge neu fokussiert und ein soeben entdeckter Farbton, eine Räumlichkeit, verschwindet und gleichzeitig ein neue/r entsteht.

CHRISTOPH HILDEBRAND
Vernetzte Kommunikationsstrukturen, digitale Weltaneignung und die Neudefinition menschlicher Identität im Computer-Zeitalter bilden den Hintergrund für Objekte und Installationen, die seit Ende der 80er Jahre entstehen. Die Spannweite der eingesetzten Techniken und Materialien reicht vom Betonfertigteil über Plastik-Lunchboxen und Kinderspielzeugen bis zu elektronischen Laufschriften und digital gesteuerten Neonkonturen. Der Arbeitsschwerpunkt der letzten Jahre liegt bei fassadenfüllenden, temporären, ortsbezogenen, animierten Lichtskulpturen an stark frequentierten Orten wie z.B. dem Kiasma Museum of Contemporary Art in Helsinki, einem Speichergebäude am Barther-Bodden, der Stadtbibliothek am Markt in Osnabrück oder den Hackeschen Höfen in Berlin. Daneben entstanden Konzepte für permanente Installationen an öffentlichen Gebäuden, u.a. für das Bundespresseamt an der Friedrichstraße in Berlin und das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.