Als Maler hat Bernd Damke ein Werk geschaffen, das durch die Konsequenz seiner Entwicklung überzeugt, das zugleich durch die Prägnanz des einzelnen Bildes besticht. Radikale Brüche sind in seinem Oeuvre nicht verspürbar, seine Wandlungen vollziehen sich langsam. Das Erproben von Gestaltqualitäten selbst entwickelter Farbformen im sorgsam komponierten Bild prägt seine Stilhaltung. Der Weg des Malers ist dabei grundsätzlich auf das Ziel ausgerichtet, seine Formen stetig zu vereinfachen, seine Farben zu reduzieren, vielmehr gilt es, von Bild zu Bild eine unumstößliche Ordnung zu schaffen, eine Farb-Form-Konstellation anzulegen, die bei der geringsten Veränderung auseinanderbricht. Bernd Damke ist seit Anbeginn seiner künstlerischen Tätigkeit, schon als Schüler der Akademie, ein Einzelgänger gewesen, ein Solitär, den dominierende Kunstströmungen unbeeinflußt ließen, der jedoch mit der einen oder anderen Berührungspunkte hat.

Friedrich Gräsel verwendet für seine Plastiken vorgefertigte Industrieprodukte, vorzugsweise Rohrelemente, die er zu neuen Formgebilden zusammensetzt. So entstehen sowohl freie, nicht an bestimmte Funktionen gebundene Skulpturen, als auch funktionsgebundene Röhrenplastiken, wie er sie für Entlüftungsschächte von Großklimaanlagen vielerorts gestaltet hat. Durch Integration seiner Kunst in zweckgebundene Industrieanlagen lenkt Gräsel die Aufmerksamkeit auch auf deren formale Ästhetik und wirkt so ihrer Entfremdung entgegen. Andererseits bedient sich der Künstler bei der Bemalung seiner Stahlplastiken auch ganz bewußt der Farbsymbolik für die Kennzeichnung von Gießereimodellen und stellt damit umgekehrt eine Verbindung von kalkulierter Rationalität unserer technischen Arbeitswelt zur Kreativität künstlerischer Ausdrucksformen her. Diese sich gegenseitig befruchtende Wechselbeziehung ist das innere Anliegen von Gräsels Kunstverständnis.




1939 Geboren in Gräfendorf, Kreis Torgau
1959-1963 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin
bei Fred Thieler und Mac Zimmermann
1968 Gründungsmitglied der Künstlergruppe B1
1969 Mitglied im Westdeutschen Künstlerbund und im Deutschen Künstlerbund
Villa Romana Preis, Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen, "Nexus 2"
1969-1973 Gründung "SYSTEM DESIGN", Planungsgruppe für visuelle Leitsysteme,
zusammen mit Franz Rudolf Knubel und Dr. Eckart Heimendahl
1972 Dozent an der Fachhochschule Münster im Fachbereich Design
1973/74 Villa Massimo Preis und Aufenthalt in Rom
1979 Gastprofessur an der Faculty of Applied Arts, Helwan University, Cairo
1988 Mitgliedschaft in der Neuen Darmstädter Sezession
1991 Mitgliedschaft in der Neuen Gruppe, München
Lebt und arbeitet in Münster und auf Mallorca


1927 Geboren in Bochum

Studium an den Kunsthochschulen in München und Hamburg
und an der Universität Hamburg.
1. und 2. Staatsexamen für Kunstpädagogik.
Lehrte und arbeitete seit 1970 an der Pädagogischen Hochschule Münster II,
seit 1972 an der Universität Essen
Ehrenmitglied des Westdeutschen Künstlerbundes.
Bis 1997 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.
1967 Förderpreis für Bildhauerei zum Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf
1969 erste Röhrenlandschaft im Westfalenpark Dortmund
und erste Großplastiken der TU Berlin, Straße des 17. Juni.
Gründung der Gruppe B 1
1970 London-Aufenthalt, Stipendium des British-Council.
Entwicklung von Straßenverkehr-Leitobjekten.
Konrad von Soest-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.
1979 u. 1984 Gastprofessor an der Helwan-Universität, Kairo.
1988 Ehrengast der Villa Massimo, Rom

Seit 1988 freischaffend in Bochum