Landscapes, Acryl, Leinen, 190 x 200, 2000/2001




Kuno Gonschior ist ein radikaler Maler: "Es geht um die Thematisierung des Sehens. Ich betreibe eine Analyse des Mittels Farbe; d.h. eine Besinnung auf das, was Farbe ist, als Pigment usw., was sie in chemischer, physikalischer, physiologischer usw., aber auch existenter Hinsicht ist."
Er stützt sich bei diesen künstlerischen Farbuntersuchungen auf die Wissenschaftlichen Erkenntnisse von Michael Eugène Chevreul (1786-1889), der schon wegweisend für die Neoimpressionisten des 19. Jahrhunderts fungierte. Ebenso wichtig sind für Gonschior die theoretischen wie praktischen Arbeiten des Bauhausmeisters Josef Albers, aber auch die spontane Farbbehandlung der informellen Malerei, die im über seinen Lehrer K. O. Götz bekannt wurden. Seine durch die Anwendung der Farbkontraste - durchaus in der Grundeinstellung an die Pointilistische Malweise anknüpfend - gekennzeichneten Farbpunktmalereien - überwinden die Flächigkeit der planen Bildträger.
1931 in Wanne-Eickel geboren
1957- 61 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
bis 1963 Studium an der Universität Köln
seit 1982 Professor für freie Malerei
an der Hochschule der Künste Berlin
Lebt in Berlin und Bochum